Der richtige Multifunktionsdrucker für den schmalen Geldbeutel!

MFD für Studenten
Wer ein geringes Budget hat, sollte nicht am falschen Platz sparen. Besonders gilt dies für all jene, die in ihrem beruflichen oder universitären Alltag darauf angewiesen sind, notfalls schnell und spontan auf Geräte zurückzugreifen. Exemplarisch betrachten wir in diesem Artikel also die Verwendung von zwei Gruppen, auf die beide Voraussetzungen zutreffen: Studierende und Kreative. Bei beiden Gruppen gehört ein anständiger Multifunktionsdrucker eigentlich zur Pflichtausstattung, beide Gruppen verfügen in der großen Mehrheit nicht über unermessliche Reichtümer und beide Gruppen sind ziemlich zahlreich.

Aber auch für alle anderen, bei denen das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei einem Multifunktionsdrucker besonders im Vordergrund steht, ist dieser Artikel nicht uninteressant.



Das Sparpotenzial bereits beim Kauf ausnutzen

Bereits vor der Anschaffung eines Multifunktionsdruckers solltest Du Dir bei schmalem Budget überlegen, welche Funktionen Du unbedingt benötigst und auf welche Du eher verzichten kannst. Ganz auf den Drucker zu verzichten, wäre natürlich die sparsamste Variante, allerdings hat diese gravierende Nachteile:

  • Du hast zuhause keinen vollständig ausgerüsteten Arbeitsplatz
  • Für jede Kopie musst Du aus dem Haus
  • Du hast keine Möglichkeit, eigene Notizen oder mal einen Text einzuscannen
  • Alle schriftlichen Arbeiten müssen am Monitor erledigt werden

Allerdings solltest Du vor dem Kauf darüber Nachdenken, ob Du tatsächlich jede denkbare Sonderfunktion, die für Multifunktionsdrucker angeboten wird, auch wirklich für Dich notwendig ist. Denn sowohl ein Durchlichtscanner für die Digitalisierung von Dias und Filmnegativen wird in den meisten Fällen so unnötig sein wie ein Fax für Studierende. Sollte natürlich gerade die Fotografie zu deinen Hobbys gehören, finden sich auch hier passende und vergleichsweise günstige Multifunktionsdrucker. ( Lesetipp: Multifunktionsdrucker für Fotofreunde )

Wenn Du einen passenden Multifunktionsdrucker gefunden hast, der Deinen Ansprüchen genügt, ist es eine gute Idee, das Vorgängermodell dieses Druckers zu suchen. Denn oftmals werden diese Geräte mit einem deutlichen Rabatt angeboten, um die Lager für die teurere Neuware frei zu bekommen. Deswegen lohnt sich immer der Blick auf die Website des Herstellers, um herauszufinden, was vor einem oder zwei Jahren noch der neueste Stand der Technik war. Zumeist sind die Einschränkungen gegenüber dem direkten Nachfolgemodell recht gering – Du wirst also mutmaßlich nicht auf wichtige Funktionen verzichten müssen, wenn Du ein entwicklungstechnisch etwas älteres Gerät erwirbst.


Auch im laufenden Betrieb sparen

Sparsamkeit endet bei einem Multifunktionsdrucker natürlich nicht bei der Anschaffung, sondern setzt sich im laufenden Betrieb konsequent fort. Die einfachste Möglichkeit, Geld im laufenden Betrieb zu sparen ist, möglichst wenig Tinte zu verbrauchen. Fast alle Multifunktionsdrucker bieten die Möglichkeit, Drucke nur in Graustufen auszuführen. So wird die Verwendung der meist recht hochpreisigen Farbtinten und -toner auf ein Minimum beschränkt.

Zudem gibt es gerade bei Tintenstrahlsystemen eine weitere Möglichkeit, die Betriebskosten um bis zu 80 Prozent zu senken: Die Verwendung von Refill-Tinten ist recht einfach zu bewerkstelligen und minimiert den größten Kostenfaktor des Druckens massiv. Um hier von Anfang an alles richtig zu machen, haben wir dazu einen eigenen Artikel geschrieben. ( Lesetipp: Kosten sparen mit Multifunktionsdruckern )

Auch beim Papier gibt es gravierende Unterschiede. Statt dem empfohlenen Markenpapier des Herstellers können bei allen Multifunktionsdruckern auch erheblich günstigere Papiersorten verwendet werden. Beim Ausdruck von Texten oder einfachen Grafiken macht die qualitativ eigentlich keinen Unterschied. Im Preis hingegen ist dieser deutlich spürbar.



Den Multifunktionsdrucker mit anderen zusammen nutzen



Richtig sparen kannst Du, wenn Du den Multifunktionsdrucker nicht alleine, sondern zusammen mit anderen nutzt – und diese sich an den laufenden Kosten beteiligen. Viele Multifunktionsdrucker sind für die Arbeit in Arbeitsgruppen oder Büros konzipiert. ( Lesetipp:  Multifunktionsdrucker im professionellem Einsatz – im Office und für Arbeitsgruppen) Durch die Netzwerkfähigkeit und die Administrationsfunktionen ist eine nachträgliche gerechte Abrechnung dann auch kein großes Problem.
Gerade in Wohngemeinschaften bietet sich diese Möglichkeit an, kann der Drucker dann doch auch in einem Gemeinschaftsraum geparkt werden, anstatt im eigenen Zimmer notwendigen Platz wegzunehmen.

Wo Kreative nicht sparen sollten



Wer kreativ arbeitet, benötigt Muster, Vorlagen und Inspirationen. Eine gute Möglichkeit, um Funde aus Zeitschriften oder Fotos zu speichern, ist der Scanner im Multifunktionsdrucker. Dieser erlaubt mit wenigen Mausklicks eine einfache Archivierung. Deswegen sollten Kreative auf die besonders günstigen Varianten von Druckern, die nur über einen Einzugsscanner verfügen, eher verzichten.

Denn diese Scanner arbeiten zwar mit Normalpapier in der Regel fehlerfrei, bei Zeitschriftenpapier oder Ausschnitten, die nicht im DIN A4-Format sind, kommt es aber häufig zu Fehlern beim Scan oder schlimmstenfalls zum Papierstau. Ein Flachbettscanner mit stabiler Auflage ist also auch hier Pflicht.

Ebenfalls sollte das Druckkopf-System des Multifunktionsdruckers aus vier statt nur zwei Druckköpfen bestehen. Denn gerade, wenn häufig in einem bestimmten Farbton gedruckt wird, leeren sich die Farben des Druckers in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Sind bei dem Multifunktionsdrucker alle Farben in einer Patrone vereinigt, hilft dann nur der Austausch der meist recht hochpreisigen gesamten Farbpatrone. Bei drei getrennten Druckköpfen für die Grundfarben ergibt sich dieses Problem nicht.


Was für Studierende wichtig ist



Zwei Funktionen sind es, die für Dich als Studierendem besonders wichtig sind. Zunächst muss Dein Multifunktionsdrucker in der Lage sein, Buchseiten problemlos einzuscannen. Deswegen sollten auch Studierende auf einen Drucker mit Einzugsscanner verzichten. Dieser ist ausschließlich in der Lage, lose Blätter zu verarbeiten – für jeden Buchscan muss also die Uni-Bibliothek herhalten.

Eine zweite sehr praktische, wenn auch nicht zwingend notwendige Funktion ist der Duplexdruck. Dieser ermöglicht es Dir, ohne manuelle Sortierung des Papiers beide Seiten eines Blattes automatisch zu bedrucken. Stellt ein Dozent also mal wieder einen dreißig Seiten langen Text zum Download bereit, kannst Du diesen auf der halben Papiermenge ausdrucken.

Das spart auf Dauer nicht nur Papier beim Druck, sondern auch Regalmeter im Ordnerschrank. Auf ein ganzes Studium hin gesehen kommen da einige Meter zusammen. Auch wenn eine Duplex-Einheit in der Regel einen Aufpreis mit sich bringt, ist die Anschaffung eines entsprechend ausgestatteten Multifunktionsdruckes jedoch eine Überlegung wert. Denn bei allem Sparpotenzial – vor allem soll ein Multifunktionsdrucker Dir die Arbeit erleichtern.

© undrey – Fotolia.com


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