Druckkosten senken: die besten Tipps auf einen Blick

Druckkosten senken

Wer einen Drucker hat, weiß, wie teuer eine gedruckte Seite sein kann. Die Preise für Tonerkartuschen und Tintenpatronen lassen die Freude am neuen Drucker schnell erlöschen. Um alle Optionen um Druckkosten zu senken zu erfassen, muss man sich oft „durchgooglen“. Wir haben für Dich die hilfreichsten Tipps und Tricks zusammengestellt.


Druckkosten senken: Der Kauf des Druckers – Anfang allen Übels?


Das Sparen sollte schon beim Kauf des Druckers anfangen. Sogenannte Schnäppchenangebote sind oft Kostenfallen, in die Verbraucher all zu gerne tappen. Günstige Tinten- und Laserdrucker für unter hundert Euro locken zum Kauf.

Hier solltest Du Dich niemals zu einem Spontankauf entscheiden.

Schlauer ist es, im Vorfeld die Kosten für Verbrauchsmaterialien (das sind in erster Linie Tonerkartuschen oder Farbpatronen, aber auch Bildtrommeln und Resttonerbehälter für Laserdrucker) zu ermitteln.

Außerdem ist es sinnvoll, sich Bewertungen im Internet über den gewünschten Drucker zu suchen. Wie ist zum Beispiel der Druckkopf beim Tintenstrahler installiert? Kann er problemlos gewechselt werden?

Oder ist im Schadensfall der ganze Drucker kaputt? Erfahrungsberichte anderer Nutzer können hier unter Umständen sehr hilfreich sein. Eine gute Kaufberatung im Fachhandel kann helfen, ist aber immer vor dem Hintergrund zu sehen, dass der Verkäufer natürlich ein berechtigtes Eigeninteresse hat, seine Artikel an den Mann oder die Frau zu bringen.

Also solltest Du Dir auf jeden Fall die Mühe machen, vor dem Druckerkauf eigene Recherchen über die Folgekosten anzustellen. Informationen über die Tintenpatronen, die Einstellungsmöglichkeiten der Software und die Anzahl der Papierfächer sollten auf jeden Fall vor dem Kauf eingeholt sein.


Drucken mit Maß – erst überlegen, dann drucken!


Natürlich ist ein Drucker verführerisch. Er verleitet dazu, alles Mögliche und Unmögliche auszudrucken. Du solltest Dir überlegen, welcher Druck sinnvoll ist und worauf Du verzichten kannst. Das klingt zwar einfach, erfordert jedoch ein wenig Umdenken. Zu viele unnütze Ausdrucke landen letztendlich im Altpapier. Wer nicht umdenken mag, kann hier auf die Möglichkeiten der Druckeinstellungen zurückgreifen.

TIPP! Für einfache Ausdrucke, die lediglich als Handout dienen sollen, kannst Du den Drucker im Entwurf-Format drucken lassen.

Am besten installierst Du den Drucker mehrmals mit den verschiedenen Druckoptionen. So kannst Du Dir einen Entwurfdrucker anlegen, der beispielsweise nur beidseitig im Sparmodus zwei Seiten pro Blatt im Querformat ausdruckt. Das spart eine Menge Tinte oder Toner.

Die Druckqualität reicht für diese Zwecke auf jeden Fall. Der beidseitige Druck ist bei den meisten Druckern zumindest manuell möglich, bei Duplexdruckern ist eine spezielle Einheit eingebaut, die automatisch beidseitig druckt.

Außerdem ist es nicht bei jedem Ausdruck notwendig, die teuren Farbpatronen zu verwenden. Bereits beim Kauf solltest Du darauf achten, dass der Drucker ausschließlich mit Schwarz drucken kann. Die Graustufeneinstellung allein reicht dafür nicht aus. Diese gaukelt dem Nutzer lediglich vor, mit Schwarz zu drucken.

In diesem Modus werden jedoch die Grautöne durch Überlagerung der Farben erstellt. Der Tinten-/Tonerverbrauch ist so um ein Vielfaches höher als beim echten Schwarz-Weiß-Druck mit der schwarzen Patrone oder Kartusche. Richte Dir nach Möglichkeit für jeden Zweck einen Drucker ein (Drucker klonen). Dadurch kannst Du Farbe, Papier und damit Geld einsparen.


Druckkosten senken: Die Qual der Wahl – wo kaufe ich meine Farben?


Hersteller von Druckern warnen oft davor, Fremdpatronen oder -kartuschen zu verwenden. Diese könnten den Drucker schädigen und die Garantie verfallen lassen.

Diese Aussage macht Sinn, wenn man bedenkt, dass das Verkaufskonzept darin besteht, die Folgekosten mit teuren Tintenpatronen und Tonerkartuschen für preiswerte Geräte möglichst hochzuhalten.

Natürlich musst Du beim Kauf von Ersatzprodukten einige Aspekte beachten. Manche Anbieter reinigen die Originalpatronen und füllen Tinte nach. Man spricht hier von Refill-Patronen. Durch kleinste Beschädigungen an den Kontakten oder Unsauberkeiten am Tintenaustritt kann es zu Einbußen der Druckqualität kommen.

Kompatible Nachbauten sind eindeutig die bessere Wahl. Diese machen sehr selten Probleme. Sie sind vom Hersteller geprüft und bieten gute Druckqualität. Bei Tintendruckern ist wichtig, dass die richtige Tintenart gewählt wird.

Es gibt Pigmenttinte und Dye-Tinte. Diese beiden dürfen nicht vertauscht werden, da es dadurch zu gravierenden Schäden am Druckkopf kommen kann. Das ist vor allem wichtig, wenn Du Dich mit dem Gedanken trägst, Tintenpatronen selber nachzufüllen.

Grundsätzlich solltest Du Dich vor dem Druckerkauf informieren, ob kompatible Tintenpatronen oder Tonerkartuschen für das gewünschte Druckermodell erhältlich sind. Und auch hier gilt wieder: Rezensionen (Kundenbewertungen) sind oft hilfreiche Informationsquellen.


Checkliste zum Druckkosten senken – alle Tipps im Überblick


  1. Druckerkauf niemals spontan tätigen
  2. Finger weg von Sonderangeboten und Schnäppchen
  3. Informationen einholen:
    – sind verschiedene Druckoptionen einstellbar?
    – sind kompatible Tintenpatronen/Tonerkartuschen erhältlich?
    – ist Duplex-Druck (manuell oder automatisch) möglich?
    – kann ausschließlich mit Schwarz gedruckt werden?
  4. verschiedene Drucker für unterschiedliche Aufgaben einrichten
  5. Papier bestmöglichst ausnutzen (beidseitig, zwei Seiten auf einem Blatt quer)
  6. Patronen/Kartuschen erst wechseln, wenn Ausdrucke blasser/fehlerhaft werden
  7. Verstand vor dem Drucken einschalten, dann erst den Drucker

Wenn Du diese einfachen Tipps berücksichtigst, kannst Du die Kosten für Deine Ausdrucke minimieren. Frust nach dem Druckerkauf kommt gar nicht erst auf und es bleibt mehr Geld für die schönen Dinge des Lebens.

Bildnachweis: © bpstocks – Fotolia.com


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