Neuer Drucker, mitgelieferte Druckerpatronen sind erstaunlich schnell leer?!

Du hast Dir einen neuen Drucker gekauft, ihn installiert und gehst davon aus, dass Du nun endlich die Bilder aus dem Urlaub oder die wichtigen Dokumente drucken kannst. Anfänglich sieht es auch gut aus und die ersten 20 Blätter kommen in guter Druckqualität aus dem Gerät. Doch bereits nach einer geringen Anzahl an Ausdrucken verblasst die Tinte, es fehlen Absätze oder Wortteile und die Printqualität in ihrer Gesamtheit lässt zu wünschen übrig. Ist der Drucker defekt?


Defekt oder nur marginale Tintenmenge?


In den meisten Fällen handelt es sich nicht um einen Defekt, sondern ganz einfach um bereits aufgebrauchte Tinte. Auch wenn es unvorstellbar klingt, da Du ja nur wenige Blätter gedruckt hast, die Tintenpatronen sind wirklich leer.

Ob es sich um einen Defekt oder wirklich um schlecht befüllte Druckerpatronen handelt, findest Du ganz einfach und ohne den Kontakt zum Support des Herstellers heraus. Setzt Du neue Patronen ein und auf einmal funktioniert der Drucker wieder fehlerfrei, hast Du das Problem erkannt und stehst vor der gleichen Frage wie zahlreiche Kunden, die sich von ihrem neuen Multifunktionsdrucker mehr als nur ein paar Ausdrucke versprochen haben.

Auch Mythen und Legenden um einen anfänglich höheren Tintenverbrauch gehören in die Märchenkiste und entsprechen nicht der Tatsache. Denn das Problem begründet sich nicht in der Funktionalität Deines Druckers, sondern wirklich und ausschließlich in der Füllmenge der Tintenpatronen. Du gehst von vollen Patronen beim Neukauf aus, während der Hersteller die Befüllung nur zu 20 Prozent vornimmt. Die Tinte ist also einfach alle und Du denkst das Gleiche, was zahlreiche Kunden beschäftigt. Steckt ein System dahinter?


Die Füllmenge der Ersttinte ist eine Preisfrage


Einige Hersteller betanken ihre Patronen, die dem Multifunktionsdrucker beim Neukauf beiliegen bewusst nur mit einer Füllmenge von etwa 20 Prozent. Daher kann man durchaus von einem System sprechen, was vor allem bei günstigen Druckermodellen in Häufigkeit auftritt. Bei hochpreisigen Geräten tritt diese Problematik nicht auf, wodurch vor allem Privatverbraucher betroffen sind und sich über ihren neuen Drucker ärgern. Eine Beschwerde beim Hersteller bleibt unerhört, denn Du hast einen Drucker gekauft und die beiliegenden Patronen sind eine Gratis-Beigabe.

Natürlich hast Du das Geld nicht nur für den Drucker, sondern auch für die mitgelieferte Tinte bezahlt. Doch hier kann sich der Hersteller darauf berufen, dass er Setup-Patronen nutzt und Du keinen Anspruch auf eine Entschädigung wegen der geringen Tintenmenge geltend machen kannst. Neben der geringen Druckkapazität mit den mitgelieferten Patronen stehst Du bei Fotodruckern oder Multifunktionsgeräten mit Kopierer häufig vor einem weiteren Problem.

Denn nicht nur die mögliche Menge an Ausdrucken, sondern auch die Qualität bei farbigen Prints lässt manchmal zu wünschen übrig. Dies begründet sich darin, dass auch die Tinte von nicht so hochwertig ist wie die, die Du beim Nachkauf von Originalpatronen bekommst. (Lesetipp: Original oder Alternative Druckerpatronen? )


Inklusive Patronen eher für den Druckertest geeignet


Um das Gerät zu kalibrieren und einige Probeausdrucke zu erzeugen, sind die minder befüllten Druckerpatronen durchaus geeignet. Planst Du mit Deinem neuen Multifunktionsdrucker eine höhere Anzahl an Ausdrucken oder Kopien, solltest Du Dich binnen kurzer Zeit nach dem Druckerkauf nach vollständig befüllten Tintenpatronen umsehen. Diese können, müssen aber nicht vom Originalhersteller des Geräts stammen.

Auch günstige Fremdhersteller Angebote überzeugen durch eine hohe Druckkapazität und Qualität, die Dich überzeugen und den Ärger über die nur minimal befüllten Tintenpatronen verrauchen lassen wird. Ob es sich bei den beigelegten Patronen um Ausführungen mit vollständiger oder teilweiser Befüllung handelt, erkennst Du oftmals am Preis des Druckers. Bei günstigen Modellen ist das Risiko höher als bei hochpreisigen Druckern, dass sich die inklusiven Tintenpatronen wirklich nur für die Ersteinrichtung und ein paar Probedrucke eignen.

Kaufst Du den Drucker im Fachgeschäft, kann Dir der Verkäufer diesbezüglich Tipps geben und Dich darüber informieren, ob Du am besten gleich einen Satz neue Patronen mitnehmen solltest.


Fazit – mitgelieferte Druckerpatronen werden nur teilbefüllt


Es liegt nicht am Drucker, wenn sich die Printqualität nach ein paar wenigen Ausdrucken verschlechtert und die Farbe verblasst, oder Ausdrucke nicht vollständig ausgegeben werden. Da es keinen Hinweis auf die nur teilweise vorgenommene Befüllung der Patronen gibt, fühlst Du Dich als Kunde betrogen und ärgerst Dich, da die Druckerpatronen doch zum Lieferumfang des Geräts gehörten.

Fakt ist, dass es sich durchaus um eine wissentlich anvisierte Maßnahme der Hersteller handelt, die Dich dazu bringen soll, zeitnah neue Tinte zu kaufen. Dies resultiert aus den immer niedrigeren Preisen für Drucker, deren Differenzen und Umsatzeinbußen die meisten Hersteller über den Tintenkauf subventionieren.

In dieser Tatsache begründet sich auch der Vorteil, beim Nachkauf von Patronen zu alternativen Modellen mit Kompatibilität zum Gerät zu tendieren und sich nicht primär auf die originalen Druckerpatronen zu berufen. Mit einer Auffüllung von etwa 20 Prozent musst Du keine optimalen Druckergebnisse erwarten und kannst Dich bereits beim Gerätekauf darauf einstellen, dass Du die Tinte für Deine Ausdrucke separat erwerben musst. Es handelt sich nicht um einen Gerätefehler, sondern um eine Sparmaßnahme vonseiten des Herstellers.


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